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Begriff Definition
Randori

Glossary Link Randori (jap. wörtlich: unordentliches Greifen) ist eine Kampfform in den japanischen Kampfkünsten. Das Randori ist eine Übungsform in der sich zwei oder mehr Praktizierende einer Budo/ Glossary Link Bujutsu-Disziplin gegenüberstehen und (in meist lockerer Form) versuchen, die erlernten Techniken anzuwenden.

Der Sensei kann sowohl die Angriffstechniken, als auch die Verteidigungstechniken zu Übungszwecken einschränken. Ein Randori wird von strenger Etikette regiert. So findet vor dem Beginn eine formelle Begrüßung (Verneigung voreinander und dem Lehrer) statt, des Gleichen am Ende. Gibt einer der Kämpfer auf (zum Beispiel durch Klopfen auf die Matte oder die Rufe Maitta!, Mate! oder Yame!), so muss der Überlegene sofort nachgeben. In vielen Disziplinen ist das Randori Bestandteil von Prüfungen.

Kumite bezeichnet eine Wettkampf- und Trainingsform in japanischen Kampfsportarten. Im Wettkampf stellt das Kumite den Kampf zweier Gegner ohne vorherige Absprache der Techniken dar. Im Training können je nach Kampfsportart unterschiedliche Stufen des Kumites existieren, in denen die Angriff- und Abwehrtechniken je nach Stufe vorgeschrieben sein können.

Kumite ist im Karate eine neue Erscheinung, die sich erst im 20. jahrhundert nach dem Vorbild der Wettkämpfe im Judo, Boxen und anderen Kampfsportarten etablierte. Das traditionelle Karate kannte kein Kumite. Der Großmeister des Karate Gichin Funakoshi hat die Versportlichung des Karate mit einer gewissen Bitterkeit gesehen, da er die grundlegenden erzieherischen Werte des Karate dadurch in Gefahr sah. Letztlich stimmte er aber auf Drängen seiner Schüler erste Kumiteformen zusammen, die die Wurzel der Kumiteformen im Shotokan Karate darstellen.

Heute wird der Karateka durch ein mehrstufiges System von Kumiteformen an den Freikampf (Jiyu-Kumite) herangeführt. Dabei ist zu beachten, dass es in den unterschiedlichen Karate-Stilrichtungen auch andere Kumiteformen gibt. • Begonnen wird mit dem Kihon-Gohon-Kumite: Zwei Opponenten stehen sich gegenüber. Der Angreifer wird festgelegt und dieser stößt fünf Mal vor, während der Verteidiger abwehrt und rückwärts geht. Auf die letzte Verteidigungsaktion folgt noch ein Gegenangriff. Die Angriffs- und Abwehrtechniken sind hierbei genau festgelegt. Die Technik für den Gegenangriff ist in der Regel frei wählbar.
• Das Kihon-Sanbon-Kumite entspricht dem Gohon-Kumite, es erfolgen aber nur drei (San) Angriffe und Verteidigungen.
• Im Kihon- Glossary Link Ippon-Kumite erfolgt dann nur noch ein Angriff, unmittelbar gefolgt von Abwehr und Gegenangriff.
Die Bezeichnung Kihon weist darauf hin, dass die Techniken in ritualisierter (grundschulmäßiger) Form vorgetragen werden.

Fortgeschrittene Kumiteformen umfassen unter anderem: • Jiyu-Ippon-Kumite: Es erfolgt eine Angriff-Abwehr-Gegenangriff-Sequenz in freier Form.
• Okuri-Kumite: Es erfolgt nicht nur ein, sondern mehrere Angriffe, die zunächst abgewehrt werden müssen, bevor der Gegenangriff erfolgen kann.
• Kaeshi-Kumite: Der Angreifer pariert den Gegenangriff nach einer Angriff-Abwehr-GegenangriffSequenz und geht nun seinerseits zum Gegenangriff über.
• Happo-Kumite: (Von Hachi, jap., acht) Acht Angreifer stellen sich gleichmäßig verteilt um einen Verteidiger und greifen ihn (ggf. nach kurzer Ansage) an, worauf der Verteidiger mit Abwehr und Gegenangriff reagiert.

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